Börse: “Sell in May, go away”

Börse: “Sell in May, go away”

Wenn, dann wird es wohl eher ein verhaltender Tanz. Mit wenig Rhythmus, sparsamen Emotionen und geringen Ausschlägen. “Sell in May and go away”, könnte zumindest für Anleger zum Gebot der ersten Woche werden. Mit der Partystimmung ist es erst einmal vorbei. Macrons Sieg im ersten Durchgang zur französischen Präsidentschaftswahl hat für Begeisterung an den internationalen Börsen gesorgt. DAX-Rekord in Frankfurt. Sprünge in Paris, London und New York. Der Markt schien mit dem Ergebnis zufrieden und von der Erleichterung euphorisiert. Macrons Vorsprung sei aber derzeit auf 60 zu 40 Prozent gesunken. Je weiter sich das Verhältnis annähere, umso nervöser werden die Märte, so Martin Lück, Chef-Anlagestratege für Deutschland, Österreich und Osteuropa beim größten Vermögensverwalter Blackrock.

Wie geht es weiter in Sachen US-amerikanischer Geldpolitik? Darüber berät die US-Notenbank Fed am kommenden Mittwoch. Mitte März hat sie den Leitzins bereits angehoben. Zwei weitere Erhöhungen sollen nach eigenen Angaben bis Jahresende folgen. Anleger sind sich allerdings insgeheim einig: Das passiert vorerst sicherlich nicht.

Worauf sich Anleger freuen dürfen, sind jede Menge Zahlen. Die US-Arbeitsagentur ADP gibt ihre Beschäftigungszahlen bekannt. Die US-Konjunktur-Daten werden veröffentlicht. Ferrari und Apple geben unter Anderem neue Geschäftszahlen preis.

Titelbild: ©James Thew

2017-04-30T17:26:54+00:00 |